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GESCHICHTLICHES |
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Die feudale Struktur und das unrühmliche Verhalten auch der örtlichen Feudalherren, ließen auch Hochkirchs Bewohner in ständiger Armut bleiben. Manchmal entlud sich die Unzufriedenheit auch in Revolten. So kam es z.B. im Herbst 1774 zu einer Revolte gegen den Kuppritzer Hof. Darüber berichtet ein Aktenbündel des Bautzener Oberamtadvokaten Dr. Acoluth: "In puncto beschehener Zusammenrottung, Empörung und Tumultisierung". Da das Gesinde des Kuppritzer Hofes am Sonntag, dem 23. Oktober keine Milch zu der mageren Kost bekommen hatte, hatten sich "deroselben Unterthanen in Kuppritz und Hochkirch einkommen lassen, einen Aufruhr zu erregen und waren am 25. Oktober Vormittag in dero Abwesenheit zu dem Verwalter gekommen". Auch der Hochkircher Ortsrichter Bodling war dabei, als man nach Kuppritz rückte. Sicher ging es nicht nur um die Milch, sondern es waren auch noch andere Beschwerden der Bauern gegen die Gutsherren von Leubnitz und seine Leute abzugeben. Doch sowohl der Viehpächter als auch der Herr von Leubnitz selbst gingen nicht auf die Beschwerden ein und verklagten ihre Untertanen. Sie beriefen sich auf das "Churfürstliche Mandat wider das Auff-Lauffen und Tumultieren im Land" vom 2. Juli 1726. In einer hochnotpeinlichen Untersuchung mit zahllosen Verhören wurde lediglich die "unerlaubte Zusammenkunft" untersucht. Der Kuppritzer Gerichtsverwalter musste ein herrschaftliches Dekret ausarbeiten und es den Untertanen von der Kanzel herab (wie damals üblicherweise öffentliche Gesetze bekannt gemacht wurden) verkünden lassen. Künftig war ihnen jegliche Zusammenrottung strikt verboten. Die hohen Gerichtskosten wurden zwischen den Gutsherren und den Einwohnern aufgeteilt. |
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Über die Einwohnerzahl von Hochkirch in früheren Jahrhunderten ist man nicht unterrichtet. Bei der ersten amtlichen Volkszählung im Jahre 1834 wurden 376 Einwohner gezählt. Vorher wurden nur die Haushaltungen, nicht aber die Einzelpersonen gezählt. 1777 wird von zwei Bauern, 23 Gärtnern (Wirtschaftsbesitzer) und 27 Häuslern berichtet. |
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Ein Ereignis jedoch, welches in die Geschichtsbücher Eingang fand, war für Hochkirch ein Trauma. Wenngleich heute die Schlacht bei Hochkirch am 14. Oktober 1758 aus sicherer geschichtlicher Entfernung betrachtet werden kann, bleibt das unendliche Leid der Bevölkerung gerade auch mit diesem Tag verbunden. Hochkirch wurde bekannt durch diese Schlacht im Siebenjährigen Krieg, als am 14.10.1758 die Österreicher die Preußen innerhalb weniger Stunden vernichtend schlugen. Die Blutgasse, die Obelisken auf dem Friedhof, die zerschossene Kirchtür, das alte Turmuhrwerk und das Keith-Denkmal in der Kirche sowie in Häuserwänden eingemauerte Kanonenkugeln erinnern an das damalige Geschehen. |
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Führungen zum Thema "Die Schlacht bei Hochkirch am 14.10.1758" bietet der kulturhistorische Verein "Alter Fritz" Hochkirch/Bukevy e.V. an. Anmeldungen bitte schriftlich oder telefonisch bei der |
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Gemeindeverwaltung Hochkirch Karl-Marx-Straße 16/17
02627 Hochkirch |
Telefon: 03 59 39 / 8 12 26 Telefax: 03 59 39 / 8 13 43 |
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